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Stichworte: Bargeld, Kartenzahlung, Gebühren

Wer in Deutschland zum Bezahlen an der Kasse steht hat Auswahl bei der Bezahlart. Euroschein und Münze, Girocard oder Kreditkarte, Smartphone, Smartwatch oder bald dann doch lieber mit Wero?  Die Möglichkeiten wirken endlos, dennoch lassen sich im deutschen Bezahlverhalten klare Präferenzen erkennen. Welche Zahlungswege bevorzugen wir, und wie stehen wir damit im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn dar? Die Antwort gibt es in diesem Artikel.

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Bargeld bleibt beliebt – aber Kartenzahlung gewinnt

Lange hatte Deutschland den Ruf als Bargeldnation inne, auch heute wird noch so mancher Tourist von den deutschen Zahlpräferenzen überrascht. Laut Statista wurden im Jahr 2024 im stationären Einzelhandel circa 63% der Zahlungstransaktionen über die Karte abgewickelt, davon rund 41% mit Girocard.  Immerhin noch ein Drittel der Deutschen gaben an, überwiegend Bar zu zahlen, auch wenn der Anteil von Bargeldbevorzugung kontinuierlich sinkt. Zum Vergleich: 2016 lag der Anteil der Barzahlungen noch bei über 50%. Karten sind also nicht nur im Aufwind, sondern haben bereits einen festen Platz im Alltag vieler Verbraucherinnen und Verbraucher.

Übrigens: Wie häufiger angenommen hat die Corona-Pandemie die Kartenzahlung zwar etwas gesteigert, jedoch gaben immerhin 37% an, dass sie ihr Zahlungsverhalten nicht bewusst auf Kartenzahlung umgestellt haben.

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Deutschland im europäischen Vergleich

Im europäischen Vergleich kommt Deutschland beim Thema Kartenzahlung traditionsgemäß weiter hinten als viele Nachbarn. So lag die Anzahl der Kartenzahlungen pro Kopf in Deutschland in den letzten Jahren deutlich unter dem Niveau von Ländern wie Frankreich, Finnland oder den Niederlanden. Das bedeutet aber nicht, dass Deutschland sich dem Trend entzieht. Vielmehr ist der Umstieg vom Bargeld zur Karte spürbar, aber langsamer als in einigen nordeuropäischen Staaten. Teilweise hängt das auch mit Gewohnheiten, Sicherheits- oder Datenschutzbedenken zusammen, die in der deutschen Zahlungslandschaft nach wie vor eine Rolle spielen. 

Zudem lassen sich Generationsunterschiede im Zahlungsverhalten erkennen. Während ältere Verbraucher tendenziell Bargeld bevorzugen, nutzen jüngere Generationen häufiger die Möglichkeit der kontaktlosen oder mobilen Bezahlung.

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Kosten für Händler: Bargeld nicht immer teurer als Karte

Für Verbraucher ist das Bezahlen in der Regel kostenlos, ganz gleich, ob bar oder mit Karte – die Gebühren sieht der Einzelne nicht. Für Händler sieht die Rechnung anders aus. Laut einer Studie der Deutschen Bundesbank ist Bargeld nach wie vor eine der günstigsten Methoden für den Einzelhandel. Pro Transaktion verursacht Bargeld laut der Deutschen Bundesbank durchschnittlich Kosten von etwa 43 Cent, während die klassische Girocard bei etwa 60 Cent liegt. Internationale Debit- oder Kreditkarten sind da deutlich teurer. 

Trotz kleinerer Gegenbewegungen zeichnet sich ein Trend deutlich ab: Immer weniger Verbraucher zahlen Bar, sodass die Kartenzahlung immer weiter an Bedeutung gewinnt.  

 

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