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Stichworte: Immobilienbesitz, Klarna, Sparen

Die Zwanziger gelten als Zeit der Möglichkeiten. Studium, Ausbildung, erste Jobs, neue Städte, neue Freiheiten. Gleichzeitig entsteht oft das Gefühl, alle anderen seien schon weiter. Eigenheim, neues Auto, Investmentdepot, scheinbar alles längst erledigt. Wer da nicht mithalten kann, fragt sich schnell, ob etwas nicht stimmt. Gerade beim Thema Geld lohnt sich ein Realitätscheck.

Es ist normal, noch nicht alles im Griff zu haben

Zunächst: In den 20ern finanziell noch nicht fest auf eigenen Beinen zu stehen, ist keine Ausnahme, sondern eher die Regel. Viele verdienen zum ersten Mal eigenes Geld, zahlen Miete, Versicherungen und vielleicht Studienkredite. Rücklagen sind oft überschaubar oder gar nicht vorhanden. Das ist kein Versagen, sondern Teil einer Lebensphase, in der vieles gleichzeitig passiert. Insbesondere sich mit anderen zu vergleichen sollte hier kein Maßstzab sein.  

Auch Unsicherheit gehört dazu. Wie viel kann ich mir leisten, wie viel sollte ich sparen, was kommt später auf mich zu. Diese Fragen sind normal, denn finanzielle Routinen entwickeln sich nicht über Nacht. 

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Immobilienbesitz in deinen Zwanzigern?

Oftmals wird es thematisiert: der Immobilienbesitz. Insbesondere für junge Menschen scheint er mittlerweile unerreichbar. Diese werden häufig vertröstet: wer mehr spart oder härter arbeitet, der könne sich das Eigenheim schon irgendwann leisten.

Die Realität sieht jedoch anders aus. Durch alle Generationen hinweg lebt der Großteil der deutschen Bevölkerung zur Miete. In der Generation Z sind es sogar 70%. Ein eigenes Haus in den 20ern zu besitzen, ist kein realistischer Standard. Hohe Immobilienpreise, steigende Baukosten und unsichere Einkommensverläufe machen Wohneigentum für viele junge Menschen schwer erreichbar. Wer zur Miete wohnt, lebt nicht falsch oder rückständig, sondern passt sich den aktuellen Rahmenbedingungen an.

Sich finanziell zu überfordern, nur um einem Ideal hinterherzulaufen, kann langfristig mehr schaden als helfen. Stabilität entsteht nicht durch Besitz, sondern durch tragfähige Entscheidungen.

Klarna Schulden und Buy Now – Pay Later 

In den jüngeren Generationen ist es mittlerweile deutlich verbreiteter Rechnungen aufzuschieben, oder in kleinen Raten. Unproblematisch ist das jedoch nicht: Wer regelmäßig Zahlungsdienste nutzt, um den Alltag zu finanzieren, lebt  schnell über die eigenen Verhältnisse. Laut Statista benutzen rund 45% der Generation Z und 43% der Millennials regelmäßig die Buy Now-Pay Later Funktion von Klarna.

Gerade in jungen Jahren kann sich daraus jedoch eine gefährliche Gewohnheit entwickeln. Finanzielle Unabhängigkeit beginnt nicht mit dem perfekten Budget, sondern mit dem Bewusstsein, wofür Geld ausgegeben wird und was man sich wirklich leisten kann.

Sparen und Vorsorgen darf klein anfangen

Gleichzeitig gilt, dass Vorsorge nicht warten sollte, bis alles perfekt ist. Auch kleine Beträge können einen Unterschied machen, wenn sie regelmäßig zurückgelegt werden. Ein Notgroschen, ein Sparplan oder das bewusste Zurücklegen eines festen Betrags schaffen Struktur und Sicherheit.

In den 20ern geht es weniger darum, Vermögen anzuhäufen, sondern darum, gute Gewohnheiten zu entwickeln. Wer früh lernt, mit Geld umzugehen, verschafft sich langfristig Vorteile, auch wenn der Start unspektakulär wirkt.

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Fazit: Dein Tempo ist okay

Vergleiche mit anderen verzerren oft den Blick. Social Media zeigt Momentaufnahmen, nicht die ganze Realität. Schulden, Unsicherheiten oder finanzielle Sorgen bleiben meist unsichtbar. Wichtig ist nicht, wo andere stehen, sondern ob du dich Schritt für Schritt in eine stabile Richtung bewegst.

Die Zwanziger sind kein Endpunkt, sondern der Anfang. Finanzielle Sicherheit entsteht nicht durch schnelle Erfolge, sondern durch bewusste Entscheidungen, Geduld und das Wissen, dass nicht alles sofort erreicht werden muss.

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