
Zwei Tage und viele AHA-Momente – das war der Schichtwechsel 2026
Einmal im Jahr heißt es für viele Kolleginnen und Kollegen der Sparkasse Vorpommern: Arbeitsort verlegt, Aufgaben getauscht – Der Schichtwechsel 2026 steht an!
Wie sieht der Arbeitsalltag eigentlich an einem Ort aus, der fernab vom eigenen Arbeitsbereich liegt? Wie gelingt erfolgreiche Inklusion am Arbeitsplatz? Mit diesen Fragen bin ich am Mittwoch zur Greifenwerkstatt aufgebrochen. Im Rahmen des Schichtwechsels durfte ich die Näherei am Fischmarkt in Greifswald kennenlernen und einen Einblick in die Arbeit vor Ort bekommen.
Die Näherei – Zwischen Nähmaschine und Online-Shop
Um 8:00 Uhr wurde ich freundlich von den beiden Fachkräften vor Ort, Frau Jarmuth und Frau Tiks begrüßt. Auch Herr Licht, Referent für Teilhabe am Arbeitsleben des Pommerschen Diakonievereins, nahm sich vor die Zeit, um mich in einer ersten Begrüßungsrunde durch den Betrieb zu führen. Aktuell arbeiten 13 Leistungsberechtigte zwischen 8:00 und 15:00 Uhr individuell vor Ort – alle Plätze sind belegt. Nachdem ich dem gesamten Team vorgestellt wurde ging es auch schon an die Arbeit! Die Leistungsberechtigten übernehmen im Wochenrythmus feste Aufgaben – das schafft Routine. Ich begleitete zunächst zwei Mitarbeitende beim Bügel- und Mangelservice, der einen Teilbereich der täglichen Arbeit darstellt. Sowohl Privat- als auch kleine Geschäftskunden haben hier die Möglichkeit, ihre Wäsche fachgerecht bearbeiten zulassen.
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Ein anderer Bereich des Hauses widmet sich der Herstellung von eigenen Nähereien. Hier wird nichts dem Zufall überlassen! Kundinnen und Kunden steht im Online-Shop der Näherei ein großes Angebot an Produkten zur Verfügung, die bestellt werden können. Neben den Bestsellern, wie Babydecken, Kuscheltiere oder Kissen, gehören auch an die Jahreszeit angepasste Werke zu den Lieblingen. Bei meinem Besuch Mitte Oktober wurden bereits die ersten Kissen mit Weihnachtsmotiven gestaltet. Hier sind der Kreativität von Frau Jarmuth, Frau Tiks und den Leistungsberechtigten kaum Grenzen gesetzt. „Wir haben für jeden Anlass immer so viele Ideen. Wir schaffen es gar nicht, alles davon umzusetzen.“ berichtete mir Frau Jarmuth aus ihrer langjährigen Berufserfahrung in der Näherei.
Auch ich durfte im Arbeitsalltag mithelfen und habe typische Schnittmuster ausgeschnitten, die für ihre Produkte immer wieder gebraucht werden. „So greifen wir idealerweise nur in die Box und können direkt anfangen zu nähen.“ beschrieb mir Frau Tiks. Nach 90 Minuten Arbeit wurde es Zeit für die Frühstückspause. Ich hatte die Gelegenheit mit beiden Fachkräften ins Gespräch zu kommen. Sie kümmern sich um einen reibungslosen Ablauf im Alltag und betreuen die Kundinnen und Kunden vor Ort, die an jedem Tag (außer mittwochs) die Näherei besuchen können. Beiden Fachkräften ist die Bewegung im Alltag wichtig, daher wurde auch das Raumkonzept auf Aktivität und Miteinander angepasst.
Die Näherei der Greifenwerkstatt existiert bereits seit 31 Jahren. Am Fischmarkt in Greifswald befindet sie sich seit fünf Jahren.
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#teamvorpommern in Schlips und Kragen? Schichtwechsel in unserem Haupthaus
Am Freitag empfingen wir dann vier Leistungsberechtigte aus verschiedenen Bereichen der Greifenwerkstatt in unserem Haupthaus in Greifswald. Als #teamvorporpommern sorgten wir für viele AHA-Momente. Entgegen der Erwartungen haben wir den Schlips vor vielen Jahren schon ablegt. Auch das Vorurteil „Die sitzen doch nur im Büro“ konnten wir durch viele praktische Beispiele bei unserem Hausrundgang entkräften. Angelangt beim Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Vorpommern, Ulrich Wolff, bot sich die Gelegenheit für ein Gespräch in lockerer Atmosphäre und Fotos.
Als ein Highlight und Abschluss des Tages gab es Pizza und Pasta für alle und Sparkassen-Socken als Geschenk für unsere interessierten Gäste! Auch wir, Maxi, Sophie und ich, die den Tag begleitet haben, sind nicht leer ausgegangen. Ein Gast aus der Keramikwerkstatt übergab uns einen Kürbisanhänger als Geschenk – passend zur herbstlichen Jahreszeit. Wir sagen nochmals vielen Dank!
Schichtwechsel – Einmal und gerne wieder!
Welche Perspektiven haben mir die beiden Tage eröffnet? Vor allem die Erinnerung daran, wie wertvoll es ist, den eigenen Arbeitsplatz einmal zu verlassen und andere Arbeitswelten kennenzulernen. Vieles, was im Alltag selbstverständlich erscheint, lässt sich aus einer anderen Perspektive neu betrachten.
Der Schichtwechsel hat mir gezeigt, dass Zusammenarbeit auch dort beginnt, wo Menschen sich Zeit füreinander nehmen und Einblicke in ihren Alltag ermöglichen. Für mich waren die beiden Tage eine schöne Gelegenheit, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und neue Eindrücke aus unserer Region mitzunehmen.
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