
PayPal-Zugangsdaten gestohlen – was jetzt?
Nach einem vermeintlichen Datenleck bei PayPal, bei dem im Zuge eines Hackerangriffs wohl Millionen von Zugangsdaten gestohlen wurden, häufen sich die Meldungen über verdächtige Aktivitäten bei PayPal-Konten. Zudem fiel der US-amerikanische Zahlungsdienstleister zuletzt dadurch auf, dass Transaktionen von PayPal von deutschen Banken gestoppt wurden – die Begründung liegt darin, dass das Unternehmen aufgrund „technischer“ Probleme verdächtige Transaktionen nicht zuverlässig filtern konnte und unberechtigte Lastschriften mit Paypal erfolgten.
Dementsprechend stellen sich Nutzer des Dienstleisters nun die Frage, was jetzt zu tun ist und wie das Konto vor fremden Zugriff geschützt werden kann. Wir ordnen es für dich ein.
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Auffällige Aktivitäten erkennen
Zunächst solltest du deine letzten Transaktionen anschauen, indem du dich über die PayPal App oder die offizielle Webseite von PayPal einloggst. Fallen dir ungewöhnliche Zahlungen auf, die du nicht getätigt hast? Auch fremde Login-Versuche, E-Mails über vermeintliche Kontoänderungen oder Aufforderungen zur Passworteingabe sind deutliche Warnsignale.
Du findest verdächtige Transaktionen? Dann solltest du diese unbedingt sofort melden. Dies geht beispielsweise über das Hilfecenter und den Kundensupport. Wenn du glaubst, von dem Datenleck betroffen zu sein, ändere sofort dein Passwort und aktiviere, falls noch nicht geschehen, die Zwei-Faktor-Authentifizierung.
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An wen wende ich mich wenn meine Transaktionen auffällig sind?
Neben PayPal selbst kann im Ernstfall auch deine eigene Bank, Sparkasse oder die Verbraucherzentrale eine Anlaufstelle sein, insbesondere wenn unrechtmäßige Abbuchungen erfolgt sind. In besonders gravierenden Fällen empfiehlt sich zudem eine Anzeige bei der Polizei.
Du bist Kunde der Sparkasse Vorpommern und befürchtest betroffen zu sein? Hier findest du Kontakt zu uns.
Risiken für die Zukunft senken
Online-Banking und digitale Zahlungsdienstleister benötigen einen besonders sorgfältigen Umgang. Wir haben einige Tipps, um deine Konten vor Hackern zu schützen.
Besonders wichtig ist ein starkes Passwort. Verwende insbesondere für Apps mit sensiblen Daten komplexe und längere Passwörter. Ein ideales Passwort wird nur für ein einziges Konto/App vergeben, enthält Groß- und Kleinschreibung, Zahlen und Sonderzeichen. Deine Passwörte solltest du in regelmäßigen Abständen ändern.
Zwei-Faktor-Authentifizierung: Mit einem zusätzlichen Sicherheitscode beim Login wird der Zugriff für Fremde deutlich erschwert. Auch wenn das Anmelden damit vielleicht weniger komfortabel wirkt – insbesondere bei Banking-Apps oder Zahlungsdienstleistern kann der Login gar nicht sicher genug sein.
Vorsicht bei E-Mails: Betrüger versuchen über Phishing-Mails an deine Daten zu gelangen. Prüfe deshalb stets die Absenderadresse und klicke nicht auf Links, bei denen du dir unsicher bist.
Halte deine Apps für Online-Banking oder digitales Bezahlen stets auf dem aktuellen Stand. Denn Updates sind auch dafür da, Sicherheitslücken zu schließen.
Welche Alternativen habe ich?
PayPal ist zwar einer der bekanntesten Anbieter, um Geld zu versenden, aber längst nicht die einzige Möglichkeit. Neben klassischen Bank- und Echtzeitüberweisungen gibt es auch andere Anbieter. Mit Wero steht zudem ein neuer europäischer Dienst zur Verfügung. Dieser ermöglicht es, Geld direkt von Bank zu Bank zu überweisen – ganz ohne Drittanbieter dazwischen. So kannst du einfach und sicher Geld an Freunde senden, in absehbarer Zukunft auch in Online-Shops damit bezahlen. An Wero beteiligt sind in Deutschland die Sparkassen und Genossenschaftsbanken, die Deutsche Bank sowie die ING.
In unserer Internet-Filiale der Sparkasse Vorpommern kannst mehr über Wero erfahren.
Fazit
Zahlungsdienstleister wie PayPal sind für viele Nutzer eine bequeme Möglichkeit, online zu bezahlen. Sicherheit hat damit immer oberste Priorität. Wer verdächtige Aktivitäten schnell meldet und seine Kontoeinstellungen konsequent absichert, reduziert das Risiko erheblich.
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