
Greifswald wird Energiekommune des Jahres 2025
In Kürze:
Greifswald wurde mit 42,3% der Stimmen zur Energiekommune des Jahres 2025 gekürt
Bis 2035 soll die Energieversorgung klimaneutral werden
Zentraler Baustein ist die größte Solarthermieanlage Deutschlands
Greifswald wird Energie-Kommune des Jahres 2025
Große Auszeichnung für Greifswald: Die Universitäts- und Hansestadt ist zur Energie-Kommune des Jahres 2025 gewählt worden. In einer bundesweiten Abstimmung setzte sich Greifswald gegen starke Konkurrenz durch und erhielt die meisten Stimmen.
Initiiert wurde die Wahl von der Agentur für Erneuerbare Energien. Im Finale standen neben Greifswald auch die Gemeinde Schwalmtal sowie der Landkreis Regensburg. Mit 42,3 Prozent der Stimmen entschied sich die Mehrheit der Teilnehmenden für Greifswald. Schwalmtal erreichte 35,8 Prozent, der Landkreis Regensburg 21,9 Prozent.
Die Stadt sieht die Auszeichnung als gemeinschaftlichen Erfolg. Neben der Unterstützung aus der Bevölkerung spielten auch zahlreiche Partner eine wichtige Rolle. Dazu zählen unter anderem die Stadtwerke, Wohnungsunternehmen, die Universität sowie verschiedene Initiativen und Akteure aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft.
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Konsequenter Weg Richtung Klimaneutralität
Bereits im Juni 2025 wurde Greifswald als Energie-Kommune des Monats ausgezeichnet. Ausschlaggebend waren das langfristige Engagement im Klimaschutz, die Fortschritte bei der Wärmewende sowie innovative Ansätze im Bereich Mobilität.
Die Stadt verfolgt das klare Ziel, klimaneutral zu werden. Dabei setzt Greifswald auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Die aktuelle Auszeichnung gilt als Bestätigung für diesen Weg und zugleich als Ansporn, die Maßnahmen weiter voranzutreiben.
Innovative Energieversorgung als Schlüsselprojekt
Ein zentraler Bestandteil der Klimastrategie ist der Energiepark am Helmshäger Berg. Dort betreiben die Stadtwerke eine der größten Solarthermieanlagen Deutschlands. Tausende Kollektoren erzeugen jährlich große Mengen an Wärme und versorgen zahlreiche Haushalte in der Region.
Ergänzt wird das System durch moderne Technologien wie ein Blockheizkraftwerk, eine Großwärmepumpe und einen großen Wärmespeicher. Durch das Zusammenspiel dieser Anlagen können bereits heute erhebliche Mengen an CO₂ eingespart werden. Gleichzeitig steigt der Anteil erneuerbarer Energien an der Fernwärmeversorgung kontinuierlich.
Langfristig soll die Wärmeversorgung der Stadt vollständig klimaneutral werden. Bis 2035 ist dieses Ziel nach aktuellem Stand vorgesehen. Parallel dazu wird geprüft, wie weitere Stadtgebiete nachhaltig versorgt werden können, etwa durch den Ausbau der Fernwärme oder durch dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen.
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Neben der Energieversorgung setzt Greifswald auch in anderen Bereichen auf Klimaschutz. Ein wichtiger Baustein ist der Moorschutz. Durch die Wiedervernässung von Moorflächen können große Mengen Kohlenstoff langfristig gebunden werden. Unterstützt wird dieses Engagement unter anderem durch wissenschaftliche Einrichtungen vor Ort.
Auch im Verkehrsbereich zeigt die Stadt klare Entwicklungen. Ein großer Teil der Wege wird mit dem Fahrrad zurückgelegt. Besonders unter Studierenden ist das Fahrrad das wichtigste Verkehrsmittel. Gleichzeitig wird der öffentliche Nahverkehr zunehmend klimafreundlich gestaltet, etwa durch den Einsatz von Biomethan und elektrischen Fahrzeugen.
Auszeichnung mit Signalwirkung
Mit dem Titel Energie-Kommune des Jahres 2025 erhält Greifswald bundesweite Aufmerksamkeit für seine Klimastrategie. Die Auszeichnung zeigt, dass kommunales Engagement einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten kann.
Für die Stadt ist klar, dass der eingeschlagene Weg weitergeführt werden soll. Die breite Unterstützung aus der Bevölkerung und von Partnern vor Ort bildet dafür eine wichtige Grundlage.
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