
650.000 Euro Anlagebetrug auf Rügen - Was du nicht tun solltest
Das erwartet dich in diesem Artikel
- Alle Infos zu zwei aktuellen Betrugsfällen auf Rügen und aus der Uecker-Randow-Region.
- Wie du Betrugsversuche erkennst.
- Was du tun musst, wenn du Opfer eines Betruges geworden bist.
- Eine Checkliste der Polizei, wie du betrügerische Anlageangebote erkennst.
- Eine Checkliste der Sparkasse Vorpommern gegen Telefon- und Internet Betrug.
Ein Mann von der Insel Rügen hat 650.000 Euro und eine Familie aus Uecker-Randow-Region hat 50.000 Euro an Betrüger verloren.
Familie aus Uecker-Randow betrogen
Wie die Polizei weiter berichtet, waren ein Mann und eine Frau über einen Internet-Clip auf ein Anlage- bzw. Bitcoin-Geschäft aufmerksam geworden. Daraufhin telefonierten beide mit dem vermeintlichen “Broker”. Dieser empfahl, einen geringen Betrag gewinnbringend anzulegen. Der angebliche “Broker” zahlte der Familie aus der Region Uecker-Randow den investierten Betrag einschließlich eines Gewinns zurück.
In den darauffolgenden sechs Wochen überwies die Familie immer wieder Geld. Dabei wurden immer höhere Gewinne versprochen. Die Familie forderte ihr Geld dann vergeblich zurück und erstattete Anzeige bei der Polizei.
77-Jähriger auf Rügen verliert 650.000 Euro
Auf der Insel Rügen kam es zu einer weiteren Anzeige wegen eines mutmaßlichen Anlagebetruges bei der Polizei. Ein 77-jähriger Mann schloss demnach mehrere vermeintliche Anlageverträge ab. Dabei handelte es sich unter anderem um angebliche Fest- und Tagesgeldanlagen bei einer vermeintlichen Bank im Ausland. Parallel dazu nutzte er auch ein Online-Investitionsmodell.
Im Vertrauen auf die Seriosität der Angebote investierte der Mann über mehrere Monate hinweg 650.000 Euro. Die Überweisungen erfolgten auf Konten im Ausland, die den angeblichen Anlagefirmen beziehungsweise der vermeintlichen Bank zugeordnet wurden.
Ein Teil der Anlagen soll mit festen Laufzeiten versehen gewesen sein. Als der Mann versuchte, einzelne Verträge fristgerecht zu beenden und sich die angelegten Gelder auszahlen zu lassen, blieb die Auszahlung aus. Anschließend brach der Kontakt zu den vermeintlichen Ansprechpartnern vollständig ab.
Die Polizei hat in beiden Fällen Ermittlungen wegen des Verdachts des Betruges aufgenommen.
Checkliste: Wie erkenne ich betrügerische Anlage-Angebote?
Wer selbst Geld angelegt hat und Zweifel an der Seriosität eines Anbieters hat, sollte umgehend Kontakt mit seiner Bank aufnehmen und Anzeige bei der Polizei erstatten.
So schützt du dich vor betrügerischen Anlageangeboten:
- Prüfe die vermeintlichen Anbieter kritisch und such nach Rezensionen der jeweiligen Firma.
- Nicht jede Website, die seriös erscheint, ist es auch.
- Gib keine sensiblen Daten preis.
- Sei kritisch und besonders vorsichtig bei Angeboten mit ungewöhnlich hohen Zinsen und Gewinnen.
- Prüfe genau, ob es sich bei Banken und Anbietern tatsächlich um zugelassene und regulierte Institute handelt.
- Überweise kein Geld auf ausländische Konten, ohne dich zuvor umfassend über den Anbieter informiert zu haben.
- Betrüger nutzen häufig professionelle Internetseiten und gefälschte Unterlagen, um Seriosität vorzutäuschen.
- Lass dich nicht unter Druck setzen und vermeide vorschnelle Entscheidungen.
- Ziehe im Zweifel unabhängige Beratung hinzu, beispielsweise durch deine Sparkasse, Hausbank oder offizielle Aufsichtsbehörden.
Was tun, wenn du einen Betrug bemerkst?
Wenn du Opfer eines Betruges geworden bist,
- gilt als 1. Ruhe zu bewahren.
- Sperre sofort deinen Online-Banking-Zugang,
- setze dich mit deiner Sparkasse in Verbindung und
- informiere die Polizei.
- Die Sperr-Hotline für Debit- und Kreditkarten ist die 116 116.
Weitere aktuelle Sicherheitshinweise findest du auf dieser Seite.
Checkliste gegen Telefon- und Internetbetrug
- Am wichtigsten ist: Gib deine PIN oder TAN und andere vertrauliche Kontodaten nie an Dritte weiter. Egal, ob du per E-Mail, Anruf, SMS oder auf anderen Wegen darum gebeten wurdest.
- Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse Vorpommern fragen niemals nach PIN- oder TAN-Nummern.
- Du solltest außerdem immer sehr skeptisch sein, wenn du unter Druck gesetzt wirst.
Sparkassen-Mitarbeiter werden zum Beispiel nie behaupten: „Wir müssen sofort handeln, sonst wird dein Online-Banking gesperrt. - Reagiere nicht auf solche Behauptungen.
- Melde dich selbst bei deiner Sparkasse und frage nach.
- Sprich deine Familie oder Freunde an, wenn dir etwas merkwürdig vorkommt.
- Richte im Online-Banking einen Kontowecker ein. Er benachrichtigt dich bei jeder Kontobewegung.
- Setze zusätzlich ein Limit für Zahlungen. So hoch wie nötig, so niedrig wie möglich.
- Das Limit kannst du jederzeit selbst ändern, wenn dies notwendig sein sollte, weil du zum Beispiel eine größere Anschaffung planst.
- Reagiere nicht auf unübliche E-Mails, klicke keine Links an und öffne keine Anhänge.
- Aktualisiere regelmäßig dein Betriebssystem, Programme, Passwörter und die Anti-Viren-Software.
- Dein Online-Banking sowie alle anderen Internetseiten, auf denen du persönliche Daten eingibst (beim Online-Shopping zum Beispiel), solltest du immer mit einem sicheren Internetzugang nutzen.
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